Müller, Lewandowski und Rudy treffen in Hannover

Souveräner Auswärtssieg! Die Bayern bezwingen Hannover 96 in der ausverkauften HDI-Arena mit 2:0 (0:0) und holen sich somit weiteres Selbstvertrauen für das anstehende Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid (Mittwoch, 20:45 Uhr). Beim dominanten und abgeklärten Auftritt der Münchner erzielten die beiden eingewechselten Thomas Müller (57. Minute) und Robert Lewandowski (73.) sowie Sevbastian Rudy (89.) die Siegtore.

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Aufstellung

Jupp Heynckes nahm einmal mehr sieben Veränderungen im Vergleich zum Kantersieg in Leverkusen vor, die größte Überraschung dabei war der der Einsatz von Lars Lukas Mai. Der 18-jährige Kapitän der U19 war erstmals im Profi-Kader dabei und feierte sofort sein Startelf-Debüt. Der Innenverteidiger kam 2014 aus Dresden und gewann 2017 die Deutsche-B-Jugend-Meisterschaft mit dem FCB. In Hannover durfte Mai als Innenverteidiger auflaufen, Niklas Süle rückte dafür ins zentrale Mittelfeld.

Spielverlauf

Trotz der zahlreichen Umstellungen hatten die Bayern die Partie von Beginn an unter Kontrolle. Die Defensive um Mai und Jérôme Boateng stand gut und ließ kaum etwas zu. In der Offensive fehlte den Bayern aber die letzte Durchschlagskraft – oder das Abschluss-Glück. Denn die Münchner hatten gute Chancen, scheiterten jedoch mehrmals am gut aufgelegten Philipp Tschauner im Tor der Hannoveraner (16., 17., 30. und 42.).

Zur zweiten Halbzeit kam Müller für Arjen Robben in die Partie und das Tor fiel. Per Direktabnahme versenkte der Kapitän eine Hereingabe von Juan Bernat zur verdienten 1:0-Führung (57.). Mit dem Vorsprung im Rücken spielte der Rekordmeister souverän weiter nach vorne, ohne jedoch an die Grenzen zu gehen. Dennoch blieb die Heynckes-Elf offensiv gefährlich und erhöhte durch den kurz zuvor eingewechselten Lewandowski auf 2:0 (73.). Den Schlusspunkt besorgte Rudy mit seinem ersten Saisontor (89.)

Hannover 96 – FC Bayern 0:3 (0:0)

  • Hannover 96 Tschauner – Sorg, Sane, Hübers – Bakalorz (69. Fossum), Albornoz – Schwegler (81.Maier), Elez – Bebou, Harnik (64. Sarenren Bazee) – Füllkrug
  • Ersatz Esser, Korb, Ostrzolek, Karaman
  • FC Bayern Ulreich – Rafinha, Mai, Boateng, Bernat – Süle – Robben (46. Müller), Rudy, James (72. Martínez), Thiago – Wagner (67. Lewandowski)
  • Ersatz Starke, Hummels, Ribéry, Kimmich
  • Schiedsrichter Martin Petersen (Stuttgart)
  • Zuschauer 49.000 (ausverkauft)
  • Tore 0:1 Müller (57.), 0:2 Lewandowski (73.), 0:3 Rudy (89.)
  • Gelbe Karten Sorg / –

Quelle fcb.de

Bayern steht im Pokalfinale

Finale! Der FC Bayern hat das Ticket nach Berlin mit einem Torfestival gebucht und steht zum 22. Mal im Endspiel des DFB-Pokals. Beim Tabellendritten der Bundesliga Bayer 04 Leverkusen feierte der Rekordpokalsieger einen 6:2 (2:1)-Erfolg und trifft nun im Endspiel am 19. Mai auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen dem FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt.

Die 30.210 Zuschauer in der ausverkauften BayArena sahen ein rassiges und offensiv geführtes Pokal-Halbfinale mit zahlreichen Strafraumszenen auf beiden Seiten. Javi Martínez (3.) und Robert Lewandowski (9.) brachten die Bayern früh in Führung, Lars Bender gelang noch vor der Pause der Anschlusstreffer (16.). Nach dem Seitenwechsel machten Thomas Müller per Dreierpack (52., 64., 78.) und Thiago (61.) den Finaleinzug perfekt. Leon Bailey gelang mit einem sehenswerten Freistoß noch etwas Ergebniskosmetik (72.).

Aufstellung

Nachdem Jupp Heynckes einigen Leistungsträgern am Wochenende in der Bundesliga eine Pause gegönnt hatte, rotierte der 72-Jährige für die Mission Pokalfinale wieder zurück. Zum 5:1 gegen Mönchengladbach gab es fünf Veränderungen. Jérôme Boateng, Javi Martínez, Arjen Robben, Franck Ribéry und Robert Lewandowski rückten neu in die Anfangsformation, dafür nahmen Niclas Süle, Sebastian Rudy, Juan Bernat und Sandro Wagner zunächst auf der Bank Platz. Correntin Tolisso hatte die Reise nach Leverkusen aufgrund einer Schienbeinprellung nicht angetreten.

Auf Seiten der Hausherren hatte Trainer Heiko Herrlich nach dem 4:1-Erfolg über Eintracht Frankfurt am Samstag nur wenig Grund zu wechseln und stellte lediglich auf zwei Positionen um. Jonathan Tah rückte nach überstandenen muskulären Problemen für Benjamin Henrichs in die erste Elf, dazu ersetzte Karim Bellarabi Leon Bailey.

Spielverlauf

Das Aufeinandertreffen der offensivstarken Teams hielt von Beginn an, was es versprach. Die Bayern erwischten einen Traumstart und gingen in der 3. Minute mit der ersten Chance der Partie in Führung. Boateng überspielte die Leverkusener Hintermannschaft mit einem Chip-Ball und fand den völlig blank stehenden Thomas Müller. Dessen Kopfball konnte Bernd Leno im Kasten der Leverkusener noch mit dem Fuß parieren, doch den Nachschuss verwandelte Javi Martínez von der Strafraumgrenze. Leverkusen hätte fast im Gegenzug die passende Antwort gehabt, doch Sven Ulreich hielt die Führung gegen den Kopfball von Kevin Volland in der 5. Minute fest.

Besser machten es erneut die Bayern. In der 9. Minute ließ Ribéry Lars Bender auf dem Flügel stehen und bediente Lewandowski in der Strafraummitte, der die Flanke volley ins lange Eck zur 2:0-Führung veredelte. Trotz des Rückstands zeigte sich die Werkself aber nicht verunsichert und spielte mutig mit. In der 16. Minute nutzte Lars Bender, dass die Bayern-Defensive die Kugel nach einer Standardsituation nicht klären konnte und nickte zum Anschlusstreffer ein. Es entwickelte sich eine offene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Die Bayern machten das Spiel, doch die Hausherren konterten immer wieder gefährlich im eigenen Stadion über ihre schnellen Außenspieler. Dank eines stark aufgelegten Ulreich im Tor gingen die Bayern aber mit der Führung in die Pause.

Bayer-Coach Herrlich änderte sein System nach dem Seitenwechsel auf eine Dreierkette in der Abwehr, um noch mehr Druck über die Flügel entwickeln zu können. Die erste gute Möglichkeit der zweiten Hälfte hatten so auch die Hausherren, doch Ulreich war erneut glänzend gegen Bellarabi zur Stelle. Dann drehten jedoch die Bayern auf: In der 52. Minute schickte Thiago Müller in den Strafraum, der mit einem Tunnel gegen Leno die alte Führung wiederherstellte.

Bayern ließ nicht locker und erzwang knapp eine halbe Stunde vor Abpfiff die frühzeitige Entscheidung. Erst traf Thiago in der 61. Minute nach Ablage von Arjen Robben, nur rund drei Minuten hielt Müller den Fuß bei einem Torschuss des Niederländers hin und trug sich erneut in die Torschützenliste ein. Leverkusen setzte mit einem Freistoßtor von Leon Bailey in der 72. Minute nochmal ein Zeichen. Doch in der 78. Minute ließ erneut Müller seinen Gegenspieler Benjamin Henrichs mit einer Drehung aussteigen und machte mit dem Treffer zum 6:2 den verdienten Finaleinzug der Bayern perfekt.

Bayer 04 Leverkusen – FC Bayern 2:6 (1:2)

  • Bayer 04 Leverkusen Leno – L. Bender, S. Bender, Tah, Retsos (46. Bailey) – Baumgartlinger (62. Alario), Aránguiz – Bellarabi (67. Henrichs), Havertz, Brandt – Volland
  • Ersatz Özcan, Jedvaj, Kohr, Kießling
  • FC Bayern Ulreich – Kimmich, Boateng, Hummels, Alaba (46. Rafinha) – Müller (80. James), Martínez, Thiago (85. Süle) – Robben, Lewandowski, Ribéry
  • Ersatz Starke, Bernat, Rudy, Wagner
  • Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin)
  • Zuschauer 30.210 (ausverkauft)
  • Tore 0:1 Martínez (3.), 0:2 Lewandowski (9.), 1:2 L. Bender (16.), 1:3 Müller (52.), 1:4 Thiago (61.), 1:5 Müller (64)., 2:5 Bailey (72.), 2:6 Müller (78.)
  • Gelbe Karten Retsos / Boateng

5:1! FC Bayern lässt Gladbach keine Chance

Der FC Bayern gibt sich auch nach der vorzeitig errungenen Deutschen Meisterschaft keine Blöße. Eine Woche nach der Titelentscheidung in Augsburg gewann die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes ihr Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach nach verhaltenem Beginn am Ende klar mit 5:1 (2:1) und feierte eine gelungene Generalprobe für das Halbfinale im DFB-Pokal am kommenden Dienstag bei Bayer Leverkusen.

Im 100. Duell der beiden Klubs brachte Josip Drmic (9. Minute) die forsch startenden Gladbacher vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena nicht unverdient in Führung. Mit einem Doppelschlag drehte Sandro Wagner (37./41.) noch vor der Pause die Partie zugunsten der Hausherren. Nach dem Seitenwechsel machten Thiago (51.), David Alaba (67.) und Robert Lewandowski (82.) den 24. Saisonsieg der Bayern perfekt.

Aufstellung

Fast schon erwartungsgemäß veränderte Heynckes seine Startelf im vergleich zum torlosen Remis gegen Sevilla am vergangenen Mittwoch auf sieben Positionen. Einzig Sven Ulreich, Mats Hummels, Thomas Müller und Joshua Kimmich spielten erneut von Beginn an, zudem rückten Niklas Süle, Alaba, Sebastian Rudy, Corentin Tolisso, Thiago, Juan Bernat und Wagner in die Anfangsformation.

Spielverlauf

Die Gäste vom Niederrhein erwischten den besseren Start in die Partie. Gladbach attackierte die Bayern früh, ließ den Ball geschickt in den eigenen Reihen laufen und nutzte die erste Chance durch Drmic (9.) zur überraschenden Führung. Das Gegentor wirkte wie ein Weckruf für die Bayern, die nun aktiver wurden und durch Müller (16./25.) zwei aussichtsreiche Gelegenheiten zum Ausgleich ungenutzt ließen.

In der Folgezeit schnürten die Bayern die Gäste am eigenen Strafraum ein, Gladbacher Entlastungsangriffe wurden immer rarer und verpufften wirkungslos. In der 33. Minute verhinderte Torhüter Yann Sommer gegen Tolisso noch den Ausgleich, kurz darauf war aber auch der Gladbacher Schlussmann machtlos. Zunächst vollendete Wagner (37.) einen feinen Spielzug über Süle und Müller zum 1:1, vier Minuten später köpfelte erneut Wagner eine Müller-Flanke zur 2:1-Halbzeitführung ins Tor.

In der zweiten Halbzeit drehten die Bayern dann nochmal auf. Erst sorgte Thiago (51.) schnell für die Vorentscheidung, dann erhöhte Alaba (67.) mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze auf 4:1. Dazwischen verpassten James (53.) mit einem Pfostentreffer und Tolisso (58.) weitere Tore für die Münchner, die nun klar tonangebend waren. In der Schlussphase traf der eingewechselte Lewandowski (82.) mit seinem 27. Saisontor zu dem auch in dieser Höhe verdienten 5:1-Endstand.

FC Bayern – Borussia Mönchengladbach 5:1 (2:1)

  • FC Bayern Ulreich – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba (73. Rafinha) – Rudy – Müller (46. James), Tolisso, Thiago, Bernat – Wagner (70. Lewandowski)
  • Ersatz Starke, Martínez, Robben, Ribéry
  • Borussia Mönchengladbach Sommer – Elvedi, Ginter, Vestergaard, Wendt – Hoffmann (65. Cuisance), Zakaria (82. Strobl), Kramer, Hazard – Drmic (65. Grifo), Raffael
  • Ersatz Sippel, Jantschke, Benes, Mayer
  • Schiedsrichter Dr. Robert Kampka (Mainz)
  • Zuschauer 75.000 (ausverkauft)
  • Tore 0:1 Drmic (9.), 1:1 Wagner (37.), 2:1 Wagner (41.), 3:1 Thiago (51), 4:1 Alaba (67.), 5:1 Lewandowski (82.)
  • Gelbe Karten – / Kramer

Bayern steht im Halbfinale!

Geschafft! Der FC Bayern steht nach einjähriger Abstinenz und bereits zum siebten Mal in den vergangenen neun Jahren unter den vier besten Teams in Europa. Nach dem 2:1 in Spanien vor einer Woche reichte den Münchnern ein torloses Remis im Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Sevilla. Die weiteren Halbfinalisten sind der FC Liverpool, AS Rom sowie Real Madrid – auf wen die Bayern treffen wird am kommenden Freitag in Nyon ausgelost.

Die 70.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena sahen zwar keine Tore, aber eine rassige, von vielen Zweikämpfen geprägte Partie. Trotz guter Möglichkeiten auf beiden Seiten blieb die Anzeigetafel aber leer. Damit bleib der Baern erstmals seit der Rückkehr von Jupp Heynckes sieglos in der Königslasse, feierte aber ein Jubiläum – zum 100. Mal spielten die Münchner in einem Europapokalspiel zu null.

Aufstellung

Im Vergleich zum Münchner-Meisterstück am Wochenende stellte Heynckes seine Startelf auf fünf Positionen um: Hummels, Ribery, Martinez, Lewandowski und Müller begannen anstelle von Wagner, Süle, Bernat, Rudy und Tolisso, die allesamt auf der Bank Platz nahmen. Für Jérôme Boateng und Thomas Müller war dies gleichbedeutend mit einem weiteren Meilenstein in ihrer Laufbahn – beide absolvierten ihren 100. Einsatz im Europapokal. Bayern-Eigengewächs Müller machte alle Partien im Trikot des Rekordmeisters und wurde damit erst zum vierten Spieler der Vereinshistorie, der diese Marke knackte.

Auch Sevillas Trainer Vincenzo Montella rotierte kräftig vor der Partie. Nur fünf Spieler der Andalusier standen auch bei der verpatzten Generalprobe am Samstag bei Celta Vigo (0:4) in der Liga in der Startelf: Dies waren Keeper Soria, Ben Yedder, Banega, N’Zonzi sowie Sarabia.

Spielverlauf

Bayern begann druckvoll. Keine zwei Minuten waren gespielt, als Gabriel Mercado den durchgestarteten Robert Lewandowski nur auf Kosten einer gelben Karte kurz vor der Strafraumgrenze stoppen konnte. Den fälligen Freistoß schlenzte James nur knapp über die Querlatte. In der Folge blieb Bayern dran und erspielte sich weitere gute Möglichkeiten, noch aber ohne das nötige Fortune.

Erst nach einer guten Viertelstunde befreiten sich die Andalusier und kamen zu mehr Spielanteilen. Das Spiel wurde hitziger und wurde immer wieder durch Fouls unterbrochen. Aus einer nun defensiveren Grundordnung kam der FCB durch schnelles Umschaltspiel aber zu weiteren erstklassigen Möglichkeiten. In der 38.Minute tanzte Ribéry seinen Gegenspieler aus und prüfte David Soria. Nur gut drei Minuten später rettete Jesus Navas im letzten Moment nach einem Querpass von James vor dem freistehenden Ribéry. Dennoch ging es ohne Tore in die Pause.

Auch nach der Halbzeitpause bestimmten die Bayern das Geschehen. Die erste gute Möglichkeit hatte Lewandowski in der 49. Minute, dessen Kopfball aber nur ans Außennetz ging. Die beste Möglichkeit der Gäste vergab Correa rund zehn Minuten später – sein Kopfball landete auf der Querlatte.

Mitte der zweiten Hälfte wurden die Torraumszenen weniger. Die Partie war weiter von Kampf geprägt, den die Hausherren aber annahmen. Bayern fand zu defensiver Stabilität und verwaltete das 0:0 geschickt. Sevilla kam nicht mehr gefährlich vor den Kasten von Sven Ulreich, womit der FCB den Einzug ins Halbfinale perfekt machen konnte.

In der Schlussphase brannten die Nerven bei den Gästen durch. Nach einem Handgemenge sah Joaquin Correa nach groben Foulspiel die rote Karte.

FC Bayern – FC Sevilla 0:0 (0:0)

  • FC Bayern Ulreich – Kimmich, Boateng, Hummels, Rafinha (86. Süle) – Martínez – Robben, Müller, James, Ribéry (70. Thiago) – Lewandowski (77. Wagner)
  • Ersatz Starke, Bernat, Tolisso, Rudy, Wagner
  • FC Sevilla Soria – Jesus Navas , Mercado , Lenglet , Escudero – N’Zonzi, Banega – Sarabia (70. Ramirez) , Vazquez (81. Nolito), Correa – Ben Yedder (65. Muriel)
  • Ersatz Sergio Rico, Arana, Daniel Carrico, Pizarro,
  • Schiedsrichter William Collum (Schottland)
  • Zuschauer 70.000 (ausverkauft)
  • Gelbe Karten Wagner / Merdaco, N’Zonzi
  • Rote Karte Correa (grobes Foulspiel)

Bayern holen sechsten Titel in Folge

JAAA, der FC Bayern hat seinen Titel verteidigt und ist zum sechsten Mal in Folge Deutscher Meister. Dank des 4:1 (2:1)-Auswärtssieges beim FC Augsburg ist der FCB nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. 17 Punkte wird der Vorsprung auf Schalke 04 (18:30 Uhr beim Hamburger SV) nach diesem Spieltag mindestens betragen, was in den noch fünf ausstehenden Partien nicht aufgeholt werden kann.

Nach anfänglichen Problemen und dem Rückstand durch Niklas Süles Eigentor (18. Minute), schalteten die Bayern nach 30 Minuten einen Gang höher. Der Ausgleich durch Corentin Tolisso folgte prompt (32.) und James brachte die Mannschaft von Jupp Heynckes kurz darauf auf die Siegesstraße (38.). Arjen Robben (62.) und Sandro Wagner (87.) sorgten im zweiten Durchgang für die Entscheidung. Am Ende fuhren die Münchner den verdienten Sieg und somit die 28. Meisterschaft in.

Aufstellung

Robben hatte auch die Ehre, den FCB auf dem Weg zum Meistertitel als Kapitän anzuführen. Insgesamt veränderte Heynckes sein Team im Vergleich zum Champions-League-Spiel am Dienstag auf sieben Positionen. Lediglich Sven Ulreich, Joshua Kimmich, Jérôme Boateng und Juan Bernat blieben in der Startelf. David Alaba (Rückenprobleme) und Arturo Vidal (Kapselzerrung) fielen ebenso aus wie Kingsley Coman und Manuel Neuer.

Spielverlauf

Zu Beginn hatten die Bayern große Probleme mit der bissigen Spielweise der Augsburger, die nach 18 Minuten durch ein Eigentor von Niklas Süle in Führung gingen. Auch danach dauerte es etwas, bis der FCB besser ins Spiel kam. Nach der ersten längeren Passstafette gelang jedoch der Ausgleich: Tolisso drückte Kimmichs maßgenaue Flanke zum 1:1 über die Linie (32.). Daraufhin drehte die Partie und die Heynckes-Elf wurde klar spielbestimmend. Der Ball lief nur noch in Richtung von Marvin Hitz und James gelang schnell, erneut nach guter Vorarbeit von Kimmich, der Führungstreffer (38.). Jetzt waren die Bayern auf Meisterkurs.

Von diesem Kurs wollte sich der Rekordmeister im zweiten Durchgang nicht mehr abbringen lassen. Hinten standen die Münchner kompakt und nach vorne setzten sie immer wieder gute Angriffe. Einen davon veredelte Robben in der 62. Minute zur 3:1-Führung. Jetzt ließen die Bayern gar nichts mehr anbrennen, hielten den Ball vorwiegend in den eigenen Reihen. Waner setzte mit seinem Kopfballtor zum 4:1 den perfekten Schlusspunkt (87.) und so konnte nach dem Abpfiff die hochverdiente Meisterschaft gefeiert werden.

FC Augsburg – FC Bayern 1:4 (1:2)

  • FC Augsburg Hitz – Schmid, Gouweleeuw, Hinteregger, Max – Khedira, Baier (89. Janker) – Koo, Gregoritsch (80. Morávek), Caiuby – Cordova (62. Richter)
  • Ersatz Luthe, Heller, Parker, Kacar
  • FC Bayern Ulreich – Kimmich, Süle, Boateng, Rafinha – Rudy – Robben (83. Müller), Tolisso, James (64. Martínez), Bernat (82. Ribéry) – Wagner
  • Ersatz Starke, Hummels, Thiago, Lewandowski
  • Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart)
  • Zuschauer 30.660 (ausverkauft)
  • Tore 1:0 Süle (18., Eigentor), 1:1 Tolisso (32.), 1:2 James (38.), 1:3 Robben (62.), 1:4 Wagner (87.)
  • Gelbe Karten Gregoritsch, Khedira, Baier / Boateng

FC Bayern stößt Tür zum Halbfinale auf!

Auftrag erfüllt! Der FC Bayern hat die erhofft gute Ausgangsposition für das Erreichen des Champions-League-Halbfinales erreicht. Im Viertelfinal-Hinspiel beim FC Sevilla drehte der deutsche Rekordmeister einen 0:1-Rückstand in einen 2:1 (1:1)-Sieg und hat so im Rückspiel am kommenden Mittwoch in der Münchner Allianz Arena alle Trümpfe in der eigenen Hand, um in die Runde der letzten Vier zu einzuziehen.

Vor 42.000 Zuschauern im Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán gingen die Gastgeber durch Pablo Sarabia (32. Minute) in Führung, doch ein Eigentor von Jesus Navas (37.) sorgte noch vor der Pause für den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit erzielte Thiago (68.) den vielumjubelten Siegtreffer für den FCB, der Sevilla die erste Heimniederlage gegen eine deutsche Mannschaft zufügte und die Serie der Bayern auf nun sechs Siege in Folge ausbaute.

Aufstellung

Im Vergleich zur 6:0-Gala am vergangen Samstag gegen Borussia Dortmund nahm Heynckes vier Wechsel in seiner Startelf vor. Joshua Kimmich, Juan Bernat, Arturo Vidal und Thiago erhielten den Vorzug vor Rafinha, James, Arjen Robben (alle Bank) und David Alaba, der aufgrund eines gereizten Nervs im Rücken kurzfristig passen musste.

Ebenfalls vier Änderungen gab es bei den Hausherren gegenüber dem 2:2 gegen Barcelona. Im Tor ersetzte David Soria die etatmäßige Nummer eins Sergio Rico, zudem rückten Wissam Ben Yedder, Guido Pizarro und Sarabia für Luis Muriel (Bank), Éver Banega (gesperrt) und Mercado (nicht im Kader) in die Anfangsformation.

Spielverlauf

Vom Anpfiff weg entwickelte sich eine intensive Partie, in der die Gäste aus München zwar die größeren Spielanteile hatten, gegen zwei eng gestaffelte Viererketten der Gastgeber aber selten ein Durchkommen fanden und somit kaum für Torgefahr sorgten. Ein Kopfball von Hummels (2.) in der Anfangsphase im Anschluss an eine Ecke und ein Fernschuss von Thiago (26.) waren zunächst das einzig Zählbare bei den Bayern.

Sevilla agierte aus einer stabilen Defensive und überraschte die Bayern immer wieder durch Rhythmusänderungen. Dann wurden die Münchner früh angelaufen, im Spielaufbau unter Druck gesetzt und zu langen Pässen nach vorne gezwungen, die aber oft von den Andalusiern abgefangen wurden. Mit ihren schnellen Offensivspielern setzten sie zudem immer wieder Nadelstiche. Sarabia (20.) ließ die erste große Chance ungenutzt.

Mitte der ersten Halbzeit wurde Sevilla etwas mutiger und verlagerte das Geschehen weiter nach vorne. Der auffällige Sarabia prüfte Ulreich zunächst mit einem Fernschuss, keine 60 Sekunden später traf er aus kurzer Distanz zur Führung (31.). Kurz darauf musste Vidal bei den Bayern angeschlagen vom Feld, für ihn kam James ins Spiel und leitete sogleich den Ausgleich ein. Navas fälschte eine Hereingabe von Ribéry unhaltbar für Soria zum 1:1-Pausenstand ins eigene Tor ab.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Dominanz der Bayern wieder zu, die Münchner ließen den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren und zwangen die Hausherren so zu enormer Laufarbeit. Folgerichtig kamen die Gäste nun zu mehr Aktionen in Tornähe, Martínez (66.) vergab die große Chance zur Führung. Thiago (68.) machte es zwei Minuten danach besser und köpfte zum 2:1 ein.

Sevilla mobilisierte noch einmal alle Kräfte und drängte auf den Ausgleich, Steven N’Zonzi (80.) und der eingewechselte Ramirez (81.) hatten mit ihren Fernschüssen aber kein Glück. So blieb es beim verdienten 2:1-Sieg der Bayern, die nach zuletzt fünf Niederlagen in Spanien wieder einen Erfolg verbuchen konnten.

FC Sevilla – FC Bayern 1:2 (1:1)

  • FC Sevilla Soria – Navas, Kjaer, Lenglet, Escudero – Pizarro, N’Zonzi – Sarabia, Vazquez, Correa (78. Ramirez) – Ben Yedder (80. Muriel)
  • Ersatz Rico, Geis, Pareja, Nolito, Arana
  • FC Bayern Ulreich – Kimmich, Boateng, Hummels, Bernat (46. Rafinha) – Martínez – Thiago, Vidal (36. James) – Müller, Ribéry (79. Robben) – Lewandowski
  • Ersatz Starke, Wagner, Süle, Rudy
  • Schiedsrichter Daniele Orsato (Italien)
  • Zuschauer 42.000
  • Tore 1:0 Sarabia (31,), 1:1 Navas (37./Eigentor), 1:2 Thiago (68.)
  • Gelbe Karten Correa / Ribéry, Bernat

Quelle fcb.de

6:0-Osterfest gegen Dortmund

Der FC Bayern ist mit einem Schützenfest in den heißen April gestartet. Gegen den Tabellendritten Borussia Dortmund setzte sich der Bundesliga-Spitzenreiter am Samstagabend mit 6:0 (5:0) durch und kann nun am kommenden Wochenende mit einem Sieg in Augsburg aus eigener Kraft die Meisterschaft perfekt machen.

75.000 Zuschauer in der Allianz Arena erlebten im 900. Bundesliga-Heimspiel des FCB eine fulminante erste Halbzeit. Die Bayern spielten wie aus einem Guss und führten nach Toren von Robert Lewandowski (5., 44. Minute), James Rodríguez (14.), Thomas Müller (23.) und Franck Ribéry (45.+1) zur Pause mit 5:0. Kurz vor Spielende sorgte Lewandowski (87.) mit seinem dritten Treffer für den Endstand. Besser hätten sich die Bayern nicht auf das Champions-League-Spiel in Sevilla am kommenden Dienstag einstimmen können.

Aufstellung

Nach der Länderspielpause und drei Tage vor dem Spiel in Sevilla wurde beim FC Bayern wieder rotiert. Im Vergleich zum Auswärtsspiel in Leipzig vor zwei Wochen gab es sechs Änderungen in der Startformation. Nur Sven Ulreich, Mats Hummels, James, Müller und David Alaba blieben in der ersten Elf. Arturo Vidal (Oberschenkelprellung) und Juan Bernat (Kapselreizung) mussten ebenso wie die verletzten Manuel Neuer und Kingsley Coman pausieren.

Beim BVB stand Ex-Bayer Mario Götze in der ersten Elf. Es fehlten allerdings Marco Reus (Adduktorenbeschwerden), Ömer Toprak (muskuläre Beschwerden), Raphael Guerreiro (Faserriss), Dan-Axel Zagadou (Muskelbündelriss), Shinji Kagawa (Sprunggelenksprobleme), Sebastian Rode (Leisten-OP) und Andrej Yarmolenko (Fußverletzung).

Spielverlauf

Erster gegen Dritter – was auf dem Papier nach einem engen Duell aussah, entpuppte sich auf dem Rasen als einseitige Angelegenheit. Zwar kamen auch die Dortmunder in den ersten 20 Minuten ein paar Mal zum Abschluss, allerdings bestand nie Gefahr für das Tor von Sven Ulreich. Die Bayern bestimmten die Partie fast nach Belieben, waren dem BVB in allen Belangen überlegen und sorgten vor allem nach Ballgewinnen im Mittelfeld mit blitzschnellen Umschaltspiel immer wieder für Gefahr.

Lewandowski eröffnete in der fünften Minute den Torreigen. Kurz darauf wurde in Ribéry-Treffer wegen Abseits nicht gegeben (9.). Doch nur fünf Minuten später wuchtete James den Ball zum 2:0 in die Maschen (14.). Der nächste Treffer fiel wie aus dem Lehrbuch: Nach Vorarbeit von Lewandowski und James vollstreckte Müller zum 3:0 (23.).

Danach ließen es die Bayern ein bisschen ruhiger angehen, kurz vor der Halbzeitpause schalteten sie aber noch einmal hoch und konnten prompt wieder jubeln. Erst erhöhte Lewandowski nach entschlossener Vorarbeit von Ribéry auf 4:0 (44.), dann sorgte der Franzose mit einem gefühlvollen Lupfer zum 5:0 (45.+1) für den Schlusspunkt einer fulminanten Halbzeit.

Mit diesem riesigen Vorsprung im Rücken plätscherte die Partie zu Beginn der zweiten Halbzeit vor sich hin. Die Bayern sparten Kräfte für Sevilla, ohne an Dominanz zu verlieren. Bei einem Kopfball von Hummels (70.) und einem Schuss von Lewandowski (74.) fehlte nicht viel zum nächsten Tor. Auf der anderen Seite traf Götze den Pfosten (67.). Kurz vor Schluss konnte dann noch einmal gejubelt werden in der Allianz Arena: Lewandowski traf zum 6:0-Endstand (87.).

FC Bayern – Borussia Dortmund 6:0 (5:0)

  • FC Bayern Ulreich – Rafinha, Boateng, Hummels, Alaba (46. Kimmich) – Martínez – Müller, James (65. Thiago) – Robben, Ribéry (69. Rudy) – Lewandowski
  • Ersatz Starke, Wagner, Süle, Tolisso
  • Borussia Dortmund Bürki – Piszczek, Akanji, Sokratis, Schmelzer – Castro (29. Weigl), Dahoud – Pulisic (75. Philipp), Götze (78. Sahin), Schürrle – Batshuayi
  • Ersatz Weidenfeller, Isak, Toljan, Gómez
  • Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock)
  • Zuschauer 75.000 (ausverkauft)
  • Tore 1:0 Lewandowski (5.), 2:0 James (14.), 3:0 Müller (23.), 4:0 Lewandowski (44.), 5:0 Ribéry (45.+1), 6:0 Lewandowski (87.)
  • Gelbe Karten Ribéry / Weigl

Quelle fcb.de

FCB unterliegt in Leipzig

Auf dem Weg zur sechsten Meisterschaft in Folge hat der FC Bayern die dritte Saisonniederlage hinnehmen müssen. Am 27. Spieltag unterlag der Rekordmeister bei RB Leipzig trotz einer 1:0-Führung mit 1:2 (1:1). Bei sechs noch ausstehenden Spielen haben die Münchner aber weiterhin 17 Punkte Vorsprung auf Platz zwei und könnten im besten Fall schon am nächsten Spieltag mit einem Heimsieg gegen Borussia Dortmund den Titelgewinn perfekt machen.

Vor 42.558 Zuschauern in der ausverkauften Red Bull Arena brachte Sandro Wagner (12. Minute) die Bayern mit der ersten Torchance früh in Führung, Naby Keita (37.) gelang jedoch noch vor der Halbzeitpause der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel erzielte Timo Werner (56.) den Siegtreffer für die Leipziger.

Aufstellung

Vier Tage nach dem Einzug ins Champions-League-Viertelfinale bei Besiktas Istanbul änderte Heynckes seine Startelf auf sechs Positionen. Joshua Kimmich, Niklas Süle, Sebastian Rudy, James, Juan Bernat und Wagner rückten anstelle von Rafinha, Jérôme Boateng, Javi Martínez, Franck Ribéry, Robert Lewandowski und des angeschlagenen Thiago in die Anfangsformation.

Spielverlauf

Beide Teams starteten nach ihren Europapokalpartien unter der Woche verhalten, zahlreiche Ballverluste auf beiden Seiten prägten die ersten zehn Minuten. Mit der ersten Chance schlug der FC Bayern dann aber eiskalt zu: Wagner vollendete eine Kombination über Müller und James per Kopf zur 1:0 Führung (12.). Mit dem Vorsprung im Rücken zogen sich die Münchner etwas zurück, Leipzig übernahm die Initiative und kam in der Folgezeit zu einigen aussichtsreichen Gelegenheiten, die der starke Sven Ulreich allesamt zunichtemachte.

Mit zunehmender Spielzeit wurde der Druck der Sachsen immer größer, der Rekordmeister tat sich schwer, das Spiel zu beruhigen und eigene Entlastungsangriffe vorzutragen. In der 27. Minute verhinderte Süle mit einer Rettungsaktion auf der Torlinie noch den Ausgleich, doch zehn Minuten später war es dann geschehen: Keita erzielte im Nachsetzen das 1:1 (37.). Mit diesem Spielstand ging es kurz darauf in die Halbzeitpause.

Auch die zweite Halbzeit begann zerfahren, ehe dieses Mal die Leipziger den besseren Start erwischten. Keita setzte Werner in Szene und der Nationalstürmer traf zur 2:1-Führung (56.). Was danach folgte war ein offener Schlagabtausch beider Teams mit guten Chancen auf beiden Seiten. Aber sowohl Werner (61.) und Laimer (66.) als auch Hummels (62.) und Vidal (68.) ließen diese ungenutzt.

Mit den eingewechselten Ribéry und Lewandowski erhöhten die Bayern nochmal die Schlagzahl und drängten auf den Ausgleich, Leipzig kam kaum noch aus der Defensive heraus. Die Bayern fanden in der Schlussphase allerdings kaum noch ein Mittel, um die vielbeinige Leipziger Deckung zu knacken.

RB Leipzig – FC Bayern 2:1 (1:1)

  • RB Leipzig Gulacsi – Laimer, Konaté, Upamecano, Ilsanker – Kampl, Demme, Keita (68. Forsberg), Bruma – Poulsen, Sabitzer (10. Werner/83. Augustin)
  • FC Bayern Ulreich – Kimmich (79. Rafinha), Süle, Hummels, Alaba – Rudy – Müller, Vidal, James (72. Lewandowski), Bernat (61. Ribéry) – Wagner
  • Ersatz Starke, Boateng, Martinez, Shabani
  • Schiedsrichter Marco Fritz (Korb)
  • Zuschauer 42.558 (ausverkauft)
  • Tore 0:1 Wagner (12.), 1:2 Keita (37.), 2:1 Werner (56.)
  • Gelbe Karten Kampl, Keita, Gulacsi / Rudy, Süle, Ribéry, Lewandowski

Quelle fcb.de

3:1! FCB gewinnt hitziges Duell am Bosporus

Mit dröhnenden Ohren, aber kühlem Kopf hat der FC Bayern den Viertelfinal-Einzug in der Champions League perfekt gemacht. Im Achtelfinal-Rückspiel bei Besiktas Istanbul setzte sich der deutsche Rekordmeister am Mittwochabend mit 3:1 (1:0) durch. Das Hinspiel hatten die Münchner bereits mit 5:0 gewonnen.

Im Hexenkessel Vodafone Park trafen Thiago (18. Minute), Gökhan Gönül per Eigentor (46.) sowie Sandro Wagner (84.) für den FCB. Vágner Love (59.) steuerte den Ehrentreffer für Besiktas bei. Einziger Wermutstropfen an einem hitzigen Fußballabend: Thiago musste in der 35. Minute angeschlagen ausgewechselt werden.

Der deutsche Rekordmeister hat somit zum insgesamt 17. Mal die Runde der letzten Acht in der Königsklasse erreicht, keinem Team gelang dies häufiger. Auf wen der FC Bayern am 3./4. und 10./11. April trifft, wird am Freitag (12 Uhr) ausgelost.

Aufstellung

Hatte Jupp Heynckes seine Mannschaft zuletzt kräftig rotiert, waren es diesmal nur zwei Änderungen im Vergleich zum Hamburg-Spiel vier Tage zuvor. Rafinha und Thiago begannen anstelle von Joshua Kimmich (Bank) und Arjen Robben (Schonung).

Bei Besiktas saßen mehrere Stammspieler (Atiba Hutchinson, Talisca, Fabri, Adriano, Ryan Babel) auf der Bank. Zudem musste Trainer Senol Günes auf Domagoj Vida (gesperrt) und Pepe (verletzt) verzichten.

Spielverlauf

Unbeeindruckt von der hitzigen Atmosphäre agierten die Bayern auf dem Rasen. Sie legten großen Wert auf eine geordnete Defensive und lauerten auf Ballverluste der engagierten Türken. Arturo Vidal (2.) und Thomas Müller (10.) ließen erste Möglichkeiten ungenutzt, dann brachte Thiago den FCB aus kurzer Distanz in Führung (18.).

Mats Hummels (28.) und Jérôme Boateng (39.) hätten bis zum Pausenpfiff weitere Treffer erzielen können. Auf der anderen Seite kam nach etwa 30 Spielminuten auch Besiktas insbesondere durch Ricardo Quaresma mehrmals zum Abschluss, Gefahr für das Tor von Sven Ulreich bestand aber nie.

Gleich nach dem ersten Angriff in der zweiten Halbzeit konnten die Bayern wieder jubeln. Gönül versenkte eine Rafinha-Flanke im eigenen Tor – 2:0 (46.). Es war das frühste Eigentor nach einem Anpfiff in der CL-Geschichte. Besiktas ließ aber weiter nicht locker und wurde in der 59. Minute mit dem Ehrentreffer durch Love belohnt. Kurz hatte Mustafa Pektemek sogar den Ausgleich auf dem Fuß, verfehlte jedoch das FCB-Tor (61.).

Danach bekamen die Münchner die Partie wieder in den Griff. Vor den Toren passierte nicht mehr viel – bis zur 84. Minute und dem 3:1 durch Wagner. Am Ende feierte der FC Bayern vor beeindruckender Atmosphäre den verdienten Viertelfinal-Einzug.

Besiktas Istanbul – FC Bayern 1:3 (0:1)

  • Besiktas Istanbul Zengin – Gönül, Medel, Uysal, Erkin – Özyakup, Arslan (60. Hutchinson) – Quaresma, Lens (60. Talsica) – Love (75. Babel), Pektemek
  • Ersatz Fabri, Adriano, Negredo, Aksoy
  • FC Bayern Ulreich – Rafinha, Boateng, Hummels (46. Süle), Alaba – Martínez – Müller, Vidal, Thiago (35. James), Ribéry – Lewandowski (68. Wagner)
  • Ersatz Starke, Bernat, Rudy, Kimmich
  • Schiedsrichter Michael Oliver (England)
  • Zuschauer 41.903 (ausverkauft)
  • Tore 0:1 Thiago (18.), 0:2 Gönül (46./Eigentor), 1:2 Love (59.), 1:3 Wagner (84.)
  • Gelbe Karten Hutchinson, Özyakup / Hummels, Boateng, Rafinha

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Bayern lassen HSV keine Chance

Der sechste Meistertitel in Folge für den FC Bayern – er rückt immer näher! Der deutsche Rekordchampion setzte sich am 26. Spieltag klar mit 6:0 (3:0) gegen den Hamburger SV durch und wahrte so sein 20-Punkte-Polster vor dem FC Schalke 04, der bereits am Freitagabend in Mainz gewonnen hatte. Theoretisch könnte der FC Bayern somit bereits am kommenden Wochenende seine Titelverteidigung perfekt machen.

Vor 75.000 Zuschauern in der einmal mehr ausverkauften Allianz Arena ließen die Bayern dem Bundesliga-Dino nicht den Hauch einer Chance. Franck Ribéry (8. Minute) und Robert Lewandowski (12./19.) brachten die Bayern früh auf die Siegerstraße, Arjen Robben (55.) und erneut Ribéry (81.) schraubten das Ergebnis nach der Pause in die Höhe. In der Schlussminute machte Lewandowski per Elfer das halbe Dutzend voll.

Schmerzhaft verlief der Nachmittag lediglich für Corentin Tolisso, der zur Pause eingewechselt wurde und nach 65 Minuten verletzt vom Feld musste. Eine Diagnose steht noch aus.

Aufstellung

Sechs Tage nach dem 4:0-Sieg beim SC Freiburg nahm Jupp Heynckes vier Wechsel in seiner Startelf vor. Javi Martínez, Ribéry, Robben und Lewandowski rückten für Thiago, Juan Bernat, Tolisso und Sandro Wagner in die Startelf. Ein Jubiläum feierte derweil Jérôme Boateng: Der Weltmeister absolvierte sein 250. Pflichtspiel für den FC Bayern.

Beim Hamburger SV gab es im Vergleich zum 0:0 gegen Mainz vorige Woche indes nur eine Veränderung: Coach Bernd Hollerbach brachte Dennis Diekmeier für Bakery Jatta. Der Außenverteidiger musste nach 24 Minuten jedoch wieder vom Platz. Erst gar nicht im Aufgebot standen etwas überraschend die Angreifer Bobby Wood und Jann-Fiete Arp.

Spielverlauf

In den vergangenen Jahren war der Hamburger SV ein gern gesehener Gast in München – und das sollte sich auch an diesem 10. März nicht ändern. Die Bayern legten los wie die Feuerwehr, Ribéry nutzte eine verunglückte Abwehraktion von Aaron Hunt, zog in den Strafraum, umkurvte HSV-Keeper Christian Mathenia und schob zur frühen Führung (8.) ein. Wie aus einem Guss spielten die Bayern ihre Treffer zwei und drei heraus: Erst legten Robben und Joshua Kimmich das 2:0 (12.) auf, dann bereiteten Boateng und Alaba das 3:0 (19.) mustergültig vor. Vollstrecker jeweils: na klar, Lewandowski. Was für ein Traumstart nach nicht einmal 20 Minuten!

Die Bayern dominierten die Partie auch in der Folge nach Belieben und wären durch den aufs Tor zustürmenden Robben (27.) beinahe zu einer weiteren Großchance gekommen, der Niederländer wurde schließlich von van Drongelen mit einem Foul gestoppt. Bei Kimmichs Versuch (35.) blieb Mathenia erster Sieger. Insgesamt nahmen die Münchner ein wenig Dampf aus dem Kessel, mit dem 3:0 waren die Gäste zur Pause ohnehin bedient.

11:1 Torschüsse und 71% Ballbesitz für die Bayern sprachen zur Pause eine klare Sprache, und auch nach dem Seitenwechsel sollte sich an der Dominanz des Spitzenreiters nichts ändern. Müller (48.) hätte beinahe mit der Hacke auf 4:0 erhöht, das erledigte schließlich Robben (55.), der Mathenia aus sechzehn Metern keine Chance ließ. Für den Endstand sorgte kurz vor Schluss Ribéry (81.) nach einem feinen Dribbling. Kurz vor Schluss trat Lewandowski gleich zweimal zum Elfmeter an: Den ersten (86.) setzte er drüber, den zweiten versenkte er in der Schlussminute zum 6:0-Endstand (90.).

FC Bayern – Hamburger SV 6:0 (3:0)

  • FC Bayern Ulreich – Kimmich, Boateng, Hummels, Alaba – Martínez – Müller, Vidal (46. Tolisso, 65. Rudy) – Robben (62. Thiago), Ribéry – Lewandowski
  • Ersatz Starke, Wagner, Süle, Bernat
  • Hamburger SV Mathenia – Diekmeier (24. Janjicic), van Drongelen, Papadopoulos, Douglas Santos – Walace (70. Vagnoman), Jung – Sakai, Hunt, Kostic – Schipplock
  • Ersatz Pollersbeck, Hahn, Waldschmidt, Janjicic, Jatta, Salihovic
  • Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle)
  • Zuschauer 75.000 (ausverkauft)
  • Tore 1:0 Ribéry (8.), 2:0 Lewandowski (12.), 3:0 Lewandowski (19.), 4:0 Robben (55.), 5:0 Ribéry (81.), 6:0 Lewandowski (90., Foulelfmeter)
  • Gelbe Karten Vidal / van Drongelen
  • Besondere Vorkommnisse Lewandowski schießt Elfmeter über das Tor (86.)
Quelle fcb.de