FCB gewinnt Supercup 2017

Erstes Pflichspiel, erster Titel. Der FC Bayern hat im DFL Supercup 2017 mit 6:7 n.E. (1:1) gegen Borussia Dortmund gewonnen. In der regulären Spielzeit trafen Christian Pulisic (12.) und Pierre-Emerick Aubameyang (71.) für den Pokalsieger, Robert Lewandowski (18.) und Lukasz Piszczek per Eigentor (88.) glichen jeweils für den Deutschen Meister aus. Im Elfmeterschießen konnte Sven Ulreich zwei Mal parieren.

Nach einer hektischen Anfangsphase im ausverkauften Signal Iduna Park in Dortmund fand der FCB im ersten Durchgang immer mehr Spielkontrolle, verpasste es aber die guten Chancen zur Führung zu nutzen und rettete sich im zweiten Durchgang ins Elfmeterschießen. Beide Bayern-Treffer in der regulären Spielzeit fanden ihre Anerkennung erst durch die Bestätigung des Videoschiedsrichters.

Aufstellung

Ancelotti, der auf einige verletzte verzichten musste, ließ sein Team in einer 4-3-3-Formation auflaufen, welche sich immer wieder zu einem 4-4-2 verschob. Dabei kamen die beiden Neuzugänge Corentin Tolisso und Sebastian Rudy in der Mittelfeldreihe zum Einsatz. Thomas Müller führte den FCB als Kapitän an, nachdem auch Manuel Neuer in München geblieben ist.

Auf der Gegenseite entschied sich Peter Bosz ebenfalls für ein 4-3-3 und ließ die beiden Neuzugänge Dan-Axel Zagadou (Außenverteidigung) sowie Mahmoud Dahoud (Mittelfeld) von Beginn an ran.

Spielverlauf

In dieser Formation setzten die Hausherren die Bayern mit frühem Pressing unter Druck und dies zahlte sich schnell aus. Pulisic nahm Javi Martínez den Ball im Spielaufbau vom Fuß, ließ Sven Ulreich keine Chance und brachte den BVB mit 1:0 in Führung (12.). Doch die Bayern schlugen prompt zurück. Kimmich spielte Lewandowski mustergültig frei, der aus kurzer Distanz zum Ausgleich traf (18.). Direkt nach dem Tor herrschte kurzzeitig Unsicherheit, da der Treffer erst durch den Videoschiedsrichter überprüft werden musste – es war das erste Mal im deutschen Profifußball.

Im Anschluss wurde die Bayern-Defensive immer stabiler und der Deutsche Meister übernahm die Spielkontrolle. Bei Ballbesitz wurde schnell der Weg in die Spitze gesucht, aber die Versuche von Müller (31. und 35.), Tolisso (39.) und Rudy waren zu unplatziert.

Im zweiten Durchgang dauerte es, bis die Partie wieder Fahrt aufnahm und dann zeigte sich die Dortmunder wieder aktiver. Doch die Abwehr um Hummels und Niklas Süle, der in der 60. Minute für den verletzten Martínez kam, stand gut. Gerade als die Bayern wieder besser ins Spiel kamen und eine gute Gelegenheit durch Lewandowski vergaben, vollendete Aubameyang im Gegenzug einen schnellen Konter zur erneuten Führung für den Pokalsieger (71.).

Die Bayern warfen nun alles nach vorne und erzwangen den Ausgleich kurz vor dem Schlusspfiff durch ein Eigentor von Piszczek (88.). Erneut wurde der Treffer erst nach der Bestätigung des Videoschiedsrichters anerkannt. Da es keine Verlängerung gab, ging es direkt ins Elfmeterschießen, wo sich der FCB auf Ulreich verlassen konnte.

Borussia Dortmund – FC Bayern 6:7 n.E. (1:1, 2:2)

  • Borussia Dortmund Bürki – Zagadou (77. Passlack), Sokratis, Bartra, Piszczek – Castro, Sahin, Dahoud (46. Rode) – Pulisic (90. Philipp), Aubameyang, Dembélé
  • Ersatz Weidenfeller, Subotic, Isak, Toprak
  • FC Bayern Ulreich – Kimmich, Martínez (60. Süle), Hummels, Rafinha – Tolisso (84. Sanches), Rudy, Vidal – Müller (67. Coman), Lewandowski, Ribéry
  • Ersatz Früchtl, Tillmann, Friedl, Pantovic
  • Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin)
  • Zuschauer 81.360 (ausverkauft)
  • Tore 1:0 Pulisic (12.); 1:1 Lewandowski (18.); 2:1 Aubameyang (71.); 2:2 Piszczek (88, Eigentor)
  • Gelbe Karten Sokratis, Zagadou, Rode, Passlack / Lewandowski, Vidal

Quelle fcb.de