Müller und Ulreich sichern Bayern-Sieg in Stuttgart

Was für eine Dramatik! Der FC Bayern hat das letzte Bundesliga-Spiel des Kalenderjahres 2017 für sich entschieden. Beim Aufsteiger VfB Stuttgart setzte sich der Rekordmeister dank eines späten Tores von Thomas Müller (79.) mit 1:0 (0:0) durch. In der Nachspielzeit avancierte zudem Sven Ulreich zum Helden, der den Sieg festhielt und unter anderem einen Elfmeter von Chadrac Akolo (90.+4) parierte.

Vor 58.900 Zuschauern rannten die Bayern lange vergeblich an. Der VfB wehrte sich mit aggressivem und geschickten Pressing tapfer gegen die Angriffe der Münchner, die es zwar immer wieder probierten, lange aber auf Granit bissen. Erst der eingewechselte Müller belohnte die Angriffsbemühungen des deutschen Rekordmeisters, der in einer turbulenten Schlussphase dank Ulreich die drei Punkte mit nach Hause nehmen durfte. Durch den Sieg bauten die Münchner ihren Vorsprung an der Tabellenspitze vorübergehend auf elf Punkte vor dem FC Schalke 04 aus. RB Leipzig kann den Rückstand am Sonntag aber noch auf zehn Zähler verkürzen.

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Aufstellung

Sechs Wechsel nahm Jupp Heynckes im Vergleich zum 1:0 gegen Köln vor drei Tagen vor: Ulreich und Joshua Kimmich kehrten an alter Wirkungsstätte ebenso in die Startelf zurück wie Mats Hummels (wurde am Samstag 29 Jahre), Javi Martínez, Kingsley Coman und James. Dafür blieben Tom Starke, David Alaba, Niklas Süle, Sebastian Rudy, Franck Ribéry und Müller zunächst auf der Bank.

Die Gastgeber indes tauschten nach der 0:1-Niederlage bei 1899 Hoffenheim zweimal: Dennis Aogo und Simon Terodde ersetzen Emiliano Insua (Bank) und Anastasios Donis (Schulterverletzung) in der Startelf. Ein Wiedersehen gab es derweil mit Holger Badstuber, der bei den Schwaben ebenfalls in der Anfangsformation stand.

Spielverlauf

Beinahe hätten die Bayern nach 47 Sekunden einen Traumstart erwischt, als Lewandowski seinen Schuss ans Außennetz setzte. In der Folge zeigte sich der VfB aber gut organisiert, hielt die Münchner geschickt vom eigenen Tor fern und kam durch Akolo (4./7.) selbst zu zwei Abschlüssen. Einen davon parierte Ulreich glänzend. Auf dem Posten war auch VfB-Keeper Ron-Robert Zieler, der gegen Lewandowski (29.) klärte. Die bis dato größte Bayern-Chance bot sich Tolisso (37.), der aus 16 Metern ebenfalls an Zieler scheiterte.

Auch im zweiten Abschnitt rannten die Bayern immer wieder an. James per Freistoß (54.), Coman (59.) und Vidal (67.) zielten jedoch nicht genau genug. Stuttgart indes sorgte nicht wie noch im ersten Abschnitt für Entlastung, das Spiel verlagerte sich immer tiefer in die Hälfte der Gastgeber. Es dauerte bis zur 79. Minute, ehe die Bayern-Fans jubeln durften: Coman bediente den eingewechselten Müller, der Zieler keine Chance ließ.

Stuttgart probierte noch mal alles. Es sollten die Minuten von Sven Ulreich werden, der sich gleich mehrfach auszeichnen musste – erst gegen Badstubers Kopfball (89.), dann gegen Akolos Schlenzer (90.+1). Die dramatischste Rettungstat vollführte der Schlussmann jedoch in der vierten Minute der Nachspielzeit, als er gegen Akolo einen von Süle verursachten Elfmeter parierte.

VfB Stuttgart – FC Bayern 0:1 (0:0)

  • VfB Stuttgart Zieler – Pavard, Badstuber, Baumgartl – Beck (82. Brekalo), Gentner, Ascacibar, Aogo (82. Asano) – Akolo, Terodde (47. Kaminski), Özcan
  • Ersatz Grgic, Sessa, Insúa, Grahl
  • FC Bayern Ulreich – Kimmich, Boateng, Hummels (68. Süle), Rafinha – Martínez – Tolisso (65. Müller), Vidal – James, Lewandowski, Coman (84. Alaba)
  • Ersatz Starke, Ribéry, Bernat, Rudy, Alaba
  • Schiedsrichter Patrick Ittrich (Hamburg)
  • Zuschauer 58.900 (ausverkauft)
  • Tore 0:1 Müller
  • Gelbe Karten Aogo, Beck / Boateng
  • Besondere Vorkommnisse Ulreich pariert Elfmeter gegen Akolo (90.+4)

Quelle fcb.de