Bayerns Double Traum ist geplatzt!

Das ist ganz bitter! Trotz vieler guter Möglichkeiten hat der FC Bayern das DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt mit 1:3 (0:1) verloren und damit verpasst, Jupp Heynckes mit dem Double zu verabschieden. Die Bayern scheiterten allein zweimal an der Latte, ließen sich aber von den mutig aufspielenden Frankfurtern dreimal auskontern.

Vor 74.322 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion brachte Ante Rebic Eintracht Frankfurt in der 11. Minute in Führung. Nach der Pause zeigten die Bayern Moral und kamen durch Robert Lewandowski zum Ausgleich (53.), doch erneut Rebic (82.) und Mijat Gacinovic in der Nachspielzeit (90.+6) machten die Pokal-Träume der Bayern zunichte.

Aufstellung

Jupp Heynckes stellte sein Team im Vergleich zum 1:4 gegen den VfB Stuttgart am letzten Bundesliga-Spieltag auf zwei Positionen um: David Alaba und Javi Martínez rückten in die Startelf, dafür nahmen Rafinha und Corentin Tolisso zunächst auf der Bank Platz. Dort begrüßten sie zwei Rückkehrer: Manuel Neuer stand erstmals seit September wieder im Kader der Bayern, Kingsley Coman erstmals seit Ende Februar.

In seinem letzten Spiel als Trainer der Frankfurter Eintracht nahm Niko Kovac vier Änderungen zum 0:1 auf Schalke am 34. Spieltag vor: Ante Rebic, Jonathan de Guzman, David Abraham und Makoto Hasebe spielten für Sébastien Haller, Mijat Gacinovic, Marco Russ sowie den gesperrten Gelson Fernandes.

Spielverlauf

Nach einer druckvollen Anfangsphase der aggressiv auftretenden Frankfurter bekam der FC Bayern mehr Spielkontrolle und hatte die erste große Möglichkeit der Partie, doch Robert Lewandowski scheiterte mit einem Freistoß von der Strafraumkante an der Querlatte. Die Münchner hatten das Spiel nun eigentlich unter Kontrolle, da unterlief James ein Abspielfehler im Spielaufbau und Kevin-Prince Boateng schickte Ante Rebic in die Gasse, der frei vor Sven Ulreich zum 1:0 einschob (11.).

Bayern zeigte sich nicht lange geschockt und kam durch Thomas Müller (17.), Joshua Kimmich (24.) und Lewandowski (25.) zu mehreren guten Möglichkeiten, allerdings ohne das nötige Glück im Abschluss. Die Frankfurter zogen sich nun mehr zurück, blieben bei Kontern aber weiter gefährlich. Die beste Chance, die Führung auszubauen, leitete Rebic mit einer guten Einzelaktion auf dem Flügel ein, doch sein Pass auf den freistehenden de Guzman war zu schlampig. So ging der vermeintliche Underdog mit einer 1:0-Führung in die Pause.

Nach der Pause belohnten sich die Bayern endlich für ihr Engagement. Niklas Süle spielte Kimmich auf der Außenbahn frei, der von der Grundlinie auf Lewandoski zurücklegte – der Pole ließ sich nicht zweimal bitten und markierte den Ausgleich mit seinem sechsten Tor in dieser Pokal-Saison. Das Spiel war nun vollkommen offen, beide Teams erspielten sich gute Möglichkeiten, doch Bayern fehlte das nötige Glück im Abschluss.

In der 81. Minute scheiterte Mats Hummels mit einem Kopfball an der Querlatte, fast im Gegenzug schickte Danny Da Costa Ante Rebic auf die Reise, der die Bayern erneut auskontern und mit seinem Doppelpack die 2:1-Führung für das Team von Niko Kovac perfekt machte (82). Bayern warf jetzt alles nach vorne, konnte aber nicht mehr antworten. In der Nachspielzeit wurde der Rekordpokalsieger erneut ausgekontert und Mijat Gacinovic machte mit dem 3:1 (90.+6) den fünften Pokalsieg der Frankfurter perfekt.

FC Bayern – Eintracht Frankfurt 1:3 (0:1)

  • FC Bayern Ulreich – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba – Martínez – Thiago (64. Tolisso), James – Müller (70. Coman), Lewandowski, Ribéry (87. Wagner)Ersatz Neuer – Rafinha, Bernat, Rudy
  • Eintracht Frankfurt Hradecky – Abraham, Hasebe, Salcedo – da Costa, Mascarell, de Guzman (74. Russ), Willems – K.-P. Boateng, M. Wolf (60. Gacinovic) – Rebic (89. Haller)Ersatz Zimmermann – Tawatha, Fabian, Jovic
  • Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin)
  • Zuschauer 74.322 (ausverkauft)
  • Tore 0:1 Rebic (11.); 1:1 Lewandowski (53.), 1:2 Rebic (82.), 1:3 Gacinovic (90.+6)
  • Gelbe Karten Lewandowski / Salcedo, Hasebe, Willems

Deutscher Meister 2018!

Da ist das Ding! Um 17:39 Uhr hat FCB-Kapitän Manuel Neuer die Meisterschale von Ligapräsident Reinhard Rauball entgegengenommen. Anschließend feierten die Münchner bei Konfettiregen und Weißbierduschen ihre sechste Deutsche Meisterschaft in Folge.

Zuvor hatte sich der FC Bayern allerdings im letzten Saisonspiel dem VfB Stuttgart mit 1:4 (1:2) geschlagen geben müssen. Es war die erste Niederlage zum Saisonabschluss seit elf Jahren. Vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena konnte Thiago (21. Minute) zwar die frühe VfB-Führung durch Daniel Ginczek (5.) ausgleichen, dann aber schraubten Anastasios Donis (42.), Chadrac Akolo (52.) und Ginczek mit seinem zweiten Treffer (55.) den Spielstand uneinholbar nach oben.

Aufstellung

Im letzten und 1038. Bundesliga-Spiel seiner Karriere (669 als Trainer und 369 als Spieler – Rekord!) musste Jupp Heynckes noch einmal einige personelle Ausfälle kompensieren. Neben den langzeitverletzten Manuel Neuer, Kingsley Coman, Arturo Vidal und Jérôme Boateng fielen auch Arjen Robben, Juan Bernat und David Alaba aus. Deswegen saß neben den beiden Jungprofis Lars Lukas Mai und Felix Götze auch U19-Verteidiger Jonathan Meier erstmals auf der Bank.

Bei den Gästen stand der langjährige Bayern-Profi Holger Badstuber in der Startelf und wurde vor dem Anpfiff auch noch einmal gebührend vom FCB verabschiedet. Mario Gomez musste seine Rückkehr nach München kurzfristig absagen, der Grund war jedoch erfreulich. Der Torjäger wurde am Freitag erstmals Vater.

Spielverlauf

Bei der Premiere des neuen Heimtrikots startete der deutsche Meistert zwar mit viel Spielfreude, zeigte jedoch auch Unachtsamkeiten in der Defensive. Und so kamen die Stuttgarter früh zur Führung, als Ginczek nach starker Vorarbeit von Donis alleinstehend nur noch einschieben musste (5.). Doch die Bayern waren davon unbeeindruckt, spielten weiter nach vorne und glichen verdient durch Tolisso aus (21.).

In der Folge hätten die Münchner eigentlich hoch führen müssen, scheiterten aber ein ums andere Mal am stark parierenden Zieler (26., 33., 36. und 37.). Und so kam es, wie so häufig im Fußball und Donis brachte die Gäste kurz vor dem Pausenpfiff mit 1:2 in Führung (42.).

Nach dem Seitenwechsel ging es genau so weiter. Zuerst scheiterte der frisch eingewechselte Javi Martínez einmal mehr an Zieler und dann nutzten Akolo (52.) und Ginczek (55.) zwei schnelle Gegenstöße, um auf 1:4 zu erhöhen. Heynckes brachte anschließend mit Sandro Wagner (68.) noch einen zweiten Stürmer, die wenigen guten Chancen vereitelte aber Zieler (74.).

FC Bayern – VfB Stuttgart 1:4 (1:2)

  • FC Bayern Ulreich – Kimmich, Süle, Hummels, Rafinha – Thiago – Müller (68. Wagner), James, Tolisso (46. Martínez), Ribéry (70. Rudy) – Lewandowski
  • Ersatz Starke – Mai, Meier, Götze
  • VfB Stuttgart Zieler – Baumgartl, Pavard, Badstuber, Insua – Donis (88. Zimmermann), Gentner, Mangala, Thommy – Akolo (77. Larsen), Ginczek (70. Kaminski)
  • Ersatz Grahl, Asano, Burnic, Özcan
  • Schiedsrichter Sascha Stegemann (Nederkassel)
  • Zuschauer 75.000 (ausverkauft)
  • Tore 0:1 Ginczek (5.); 1:1 Tolisso (21.); 1:2 Donis (42.); Akolo (52.), Ginczek (55.)
  • Gelbe Karten Hummels / –

Quelle fcb.de

3:1! Meister Bayern drehen Partie in Köln

Der FC Bayern hat auch das letzte Auswärtsspiel dieser Bundesliga-Saison gewonnen. Beim schon als Absteiger feststehenden 1. FC Köln setzte sich der Deutsche Meister am Samstagnachmittag dank einer Leistungssteigerung nach der Pause mit 3:1 (0:1) durch und bescherte Trainer Jupp Heynckes auch in seinem vorletzten Bundesligaspiel einen Sieg.

Vor 50.000 Zuschauern im RheinEnergieSTADION gingen zunächst die engagierten Gastgeber in Führung – allerdings durch ein unglückliches Eigentor von Niklas Süle (30. Minute/Eigentor). Nach der Pause dominierten die Münchner das Geschehen auf dem Rasen. James Rodríguez (59.) und Robert Lewandowski (61.) mit seinem 29. Saisontor drehten die Partie innerhalb von drei Minuten. Corentin Tolisso (78.) sorgte schließlich für den Endstand und das sechste Ligaspiel in Folge mit mindestens drei FCB-Treffern.

Aufstellung

Vier Tage nach dem Champions-League-Spiel in Madrid änderte Jupp Heynckes seine Startelf auf vier Positionen: Neben Rafinha, Javi Martínez und Sebastian Rudy rotierte auch Nachwuchsspieler Franck Evina ins Team. Der 17-Jährige hatte erst eine Woche zuvor beim Heimspiel gegen Frankfurt sein Bundesligadebüt gefeiert. Mit Lukas Mai, Niklas Dorsch und Felix Götze saßen drei weitere Youngster auf der Ersatzbank.

Angeschlagen nicht zur Verfügung standen neben Jérôme Boateng, Kingsley Coman, Arjen Robben und Manuel Neuer auch Franck Ribéry und David Alaba. Der Franzose laboriert an einer Zehenprellung, Alaba an einer Muskelverhärtung.

Spielverlauf

Bei bestem Fußballwetter in Köln brauchten die Bayern gut eine halbe Stunde, um ins Spiel zu finden. Ein Kopfball von Lewandowski aus der 25. Minute war zunächst die einzig nennenswerte Offensivaktion der Münchner, während sich die zweikampfstarken Gastgeber bis dahin vier gute Möglichkeiten erspielt hatten. Simon Terodde (3., 9.), Simon Zoller (11.) und Marcel Risse (22.) brachten den Ball aber nicht an FCB-Keeper Sven Ulreich vorbei.

Die Kölner Führung besorgte schließlich ein Münchner. Süle fälschte die Kugel unglücklich ins eigene Tor ab (30.). Der Gegentreffer weckte die Bayern auf. Thomas Müller (41.) und vor allem Lewandowski (42.) hätten noch vor der Pause den Ausgleich erzielen können. Mit 0:1 ging es aber in die Kabine.

Mit Thiago für Evina kamen die Bayern aus der Kabine und setzten die Gastgeber unter Druck. Lewandowski (56.) hatte zunächst kein Abschlussglück, dann war James zur Stelle und traf zum 1:1 (59.). Nur zwei Minuten später war dann auch Lewandowski erfolgreich und erzielte das 2:1 (61.). Beide Tore legte Müller auf. Diese Führung brannte in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr an. Der eingewechselte Tolisso (78.) erhöhte sogar auf 3:1 (78.).

1. FC Köln – FC Bayern München 1:3 (1:0)

  • 1. FC Köln T. Horn – Risse, Maroh, Heintz, J. Horn – Höger – Clemens (82. Jojic), Koziello, Hector, Zoller (71. Cordoba) – Terodde (79. Pizarro)
  • Ersatz Kessler, Osako, Özcan, Sörensen
  • FC Bayern München Ulreich – Kimmich, Süle, Hummels, Rafinha – Martínez – Müller (74. Tolisso), Rudy, James, Evina (46. Thiago) – Lewandowski (77. Wagner)
  • Ersatz Starke, Mai, Götze, Dorsch
  • Schiedsrichter Bibiana Steinhaus (Langenhagen)
  • Zuschauer 50.000 (ausverkauft)
  • Tore 1:0 Süle (30./Eigentor), 1:1 James (59.), 1:2 Lewandowski (61.), 1:3 Tolisso (78.)
  • Gelbe Karten Zoller / –

Quelle fcb.de

Bayern scheitern im Champions League-Halbfinale

Endstation Halbfinale. Der FC Bayern erkämpft sich im Rückspiel gegen Real Madrid zwar ein 2:2 (1:1), scheidet aber aufgrund der 1:2-Nederlage aus dem Hinspiel aus der Champions League aus. Im Endspiel von Kiew trifft der Titelverteidiger am 26. Mai auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen dem FC Liverpool und AS Rom (Hinspiel 5:2)

Wie im Hinspiel brachte Joshua Kimmich den FCB früh in Führung(3.), aber ebenso gelang Madrid erneut schnell der Ausgleich durch Karim Benzema (11.). Nach einem Fehler in der Münchner Hintermannschaft brachte der Franzose sein Team direkt nach dem Seitwechsel sogar in Führung (46.). Die Bayern kämpfen aufopferungsvoll im Estadio Santiago Bernabéu aber mehr als der Ausgleich durch James Rodrígues (63.) wollte nicht gelingen.

Aufstellung

Im Vergleich zum Hinspiel veränderte Jupp Heynckes seine Elf auf vier Positionen. Arjen Robben und Jérôme Boateng fielen verletzungsbedingt aus, außerdem nahmen Javi Martínez und Rafinha auf der Bank platz. Dafür rückten Niklas Süle, Corentin Tolisso, Thiago und David Alaba in die Startelf. Die beiden Letzteren kamen dadurch zu einem Jubiläum, denn sie trugen zum 150. (Thiago) bzw. 300. Mal (Alaba) in einem Pflichtspiel das FCB-Trikot.

Spielverlauf

Es war ein Start nach Maß für den deutschen Rekordmeister. Die Bayern bedrängten das Tor von Keylor Navas ab dem Anpfiff und belohnten sich schnell. Kimmich stand im Strafraum goldrichtig und knallte die Kugel bereits in der 3. Minute zur Führung in die Maschen. Doch dann kamen die Gastgeber, bauten viel Druck auf und konnten schnell durch Benzema ausgleichen (11.).

Dan schalteten die Münchner wieder in den Angriffsmodus und verlagerten so das Spiel in die Hälfte des Titelverteidigers. Einzig die klaren Chancen und Abschlüsse fehlten. Madrid fuhr jedoch auch ein ums andere Mal gefährliche Konter, die die Bayern meist erst in letzter Sekunde entschärfen konnten.

Der zweite Durchgang begann so schlecht, wie der erste gut. Tolisso spielte etwas zu kurz zurück zu Ulreich, der auch noch ausrutscht und so Benezma nur noch ins leere Tor einschieben musste – 1:2 (46.). Doch die Bayern steckten nicht auf und warfen alles nach vorne. Nach zahlreichen Chancen gelang es James in der 63. Minute endlich den Ball zu versenken. Ein Tor brauchten die Münchner nur noch, um Kiew zu erreichen und sie hatten eine Großzahl an guten Chancen. Die Kugel wollte aber nicht mehr über die Linie.

Real Madrid – FC Bayern 2:2 (1:1)

  • Real Madrid Navas – Vásquez, Varane, Ramos, Marcelo – Modric, Kovacic (73. Casemiro), Kroos – Asensio (87. Nacho) – Benzema (72. Bale), Ronaldo
  • Ersatz Casilla, Casemiro, Ceballos, Hernández, Mayoral
  • FC Bayern Ulreich – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba – Tolisso (75. Wagner), Thiago – Müller, James (83. Martínez), Ribéry – Lewandowski
  • Ersatz Starke, Rafinha, Mai, Rudy, Dorsch, Wagner
  • Schiedsrichter Cüneyt Çakir (Türkei)
  • Tore 0:1 Kimmich (3.); 1:1 Benzema (11.); 2:1 Benzema (46.); 2:2 James (63.)
  • Gelbe Karten Modric, Vazquez, Varane, Casemiro / –

4:1! Bayern feiern fünften Liga-Sieg in Folge

Der FC Bayern hat in der Bundesliga seinen fünften Sieg in Folge eingefahren. Gegen Eintracht Frankfurt setzte sich eine fast runderneuerte Mannschaft des Deutschen Meisters verdient mit 4:1 (1:0) durch. Niklas Dorsch (43. Minute) besorgte bei seiner Bundesliga-Premiere die Führung für die Bayern, Sandro Wagner (76.) erhöhte eine Viertelstunde vor Schluss. Frankfurts Sebastien Haller (78.) stellte postwendend den Anschluss wieder her, Rafinha (87.) und Niklas Süle (90.) aber machten kurz vor Schluss alles klar.

Aufstellung

Jupp Heynckes stellte seine Mannschaft im Vergleich zum Champions-League-Halbfinal-Hinspiel gegen Real Madrid (1:2) auf acht Positionen um. Nur Sven Ulreich, Mats Hummels (zum ersten Mal in einem Pflichtspiel Bayern-Kapitän) und Joshua Kimmich verblieben in der Anfangself. Dafür feierten gleich drei Junioren des FC Bayern ihr Pflichtspieldebüt für den Rekordmeister: Franck Evina (mit 17 Jahren der sechstjüngste FCB-Spieler aller Zeiten), Meritan Shabani (19) und Dorsch (20) liefen auf. Auch Lars Lukas Mai, der in Hannover (3:0) seinen ersten Auftritt bei den Profis hatte, durfte wieder ran.

Auch Niko Kovac tauschte ordentlich durch. Im Vergleich zum 0:3 gegen Hertha BSC nahm der künftige Bayern-Coach auch verletzungsbedingt sechs Startelfwechsel vor – nur Torwart Lukas Hradecky, Luka Jovic, Mijat Gacinovic, David Abraham und Danny da Costa blieben in der Anfangsformation. Das Bruderduell zwischen Jérôme Boateng und Kevin-Prince fiel aus – neben dem Bayern-Profi, für den die Saison ja leider bereits beendet ist, fehlte auch sein älterer Bruder wegen einer Oberschenkelverletzung.

Spielverlauf

Trotz der zahlreichen Wechsel hatten die Bayern früh ein optisches Übergewicht. 70 Prozent Ballbesitz und 63 Prozent gewonnener Duelle sprachen in der Anfangsphase für engagierte Münchner, die durch Evina (3./11.) und Sandro Wagner (17.) zum Abschluss kamen. Nach einer dann etwas ruhigeren Viertelstunde nahm die Partie endgültig Fahrt auf: Gacinovic (40.) und Jovic (42.) hätten die Eintracht in Führung schießen können, doch das Tor fiel postwendend für die Bayern, als Wagner prima für Dorsch vorlegte (43.).

Nach dem Seitenwechsel schonte Heynckes auch Joshua Kimmich und brachte Rafinha. Auf dem Platz indes passierte wenig, die Frankfurter waren zwar um den Ausgleich bemüht, die Bayern aber ließen nicht viel anbrennen. Der ebenfalls eingewechselte Thiago (61.) mit einem Distanzschuss und Wagner mit einem Kopfball (63.) sorgten offensiv für Betrieb, und letzterer war es auch, der mit seinem 12. Saisontor auf 2:0 erhöhte. Kurz darauf besorgte Heller zwar den Anschlusstreffer für die mutigen Gäste, den Sieg aber besiegelten ausgerechnet die Abwehrspieler Rafinha (87.) und Niklas Süle (90.)

FC Bayern – Eintracht Frankfurt 4:1 (1:0)

  • FC Bayern Ulreich – Kimmich (46. Rafinha), Mai, Hummels, Bernat – Rudy – Tolisso, Dorsch – Shabani (56. Thiago), Evina (66. Süle) – Wagner
  • Ersatz Starke, Süle, James, Müller, Lewandowski
  • Eintracht Frankfurt Hradecky – da Costa, Abraham (46. Russ), Falette – Wolf, Willems – Mascarell, Gacinovic (59. Cavar) – Fabian – Jovic, Hrgota (65. Haller)
  • Ersatz Zimmermann, Chandler, Tawatha, Fernandes
  • Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle)
  • Zuschauer 75.000 (ausverkauft)
  • Tore 1:0 Dorsch (43.), 2:0 Wagner (76.), 2:1 Haller (78.), 3:1 Rafinha (87.), 4:1 Süle (90.)
  • Gelbe Karten – / –

FC Bayern verliert Hinspiel gegen Real Madrid

Das wird jetzt ganz schwer! Auf dem Weg ins Champions-League-Finale nach Kiew steht dem FC Bayern noch eine schwere Aufgabe bevor. Im Halbfinal-Hinspiel unterlag der deutsche Rekordmeister am Mittwochabend vor heimischem Publikum gegen Titelverteidiger Real Madrid mit 1:2 (1:1) und muss das Rückspiel am kommenden Dienstag in Spanien mit mindestens zwei eigenen Auswärtstoren gewinnen, um das Endspiel zu erreichen.

In einer hochklassigen und intensiv geführten Partie brachte Joshua Kimmich (28. Minute) die Gastgeber vor 70.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena bracht in Führung, Marcelo (44.) gelang noch vor der Pause der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel erzielte der eingewechselte Marco Asenso (57.) den Siegtreffer für Real. Neben dem Spiel verloren die Bayern zu allem Überfluss auch Arjen Robben und Jérôme Boateng, die beide verletzt vom Feld mussten.

Aufstellung

Heynckes nach gegenüber dem 3:0-Sieg am Samstag in Hannover sechs Änderungen vor. Kimmich, Mats Hummels, Javi Martínez, Thomas Müller, Franck Ribéry und Robert Lewandowski rückten anstelle von Niklas Süle, Juan Bernat, Thiago, Sebastian Rudy, Sandro Wagner (alle Bank) und Lukas Mai (nicht im Kader) in die Startelf. Damit schickte Heynckes exakt die gleiche Formation ins Rennen wie beim Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Sevilla vor zwei Wochen.

Bei Real gab es zwei Umstellungen im Vergleich zum Viertelfinal-Rückspiel gegen Juventus Turin. Kapitän Sergio Ramos (damals gesperrt) und Lucas Vazquez spielten für Jesus Vallejo und Gareth Bale (beide Bank).

Spielverlauf

Das Duell zwischen dem deutschen und dem spanischen Rekordmeister begann furios. Nach 26 Sekunden hatte Müller schon die erste Gelegenheit, doch er ließ diese ebenso ungenutzt wie Toni Kroos (2.) auf der Gegenseite, der für seinen Pass keinen Abnehmer fand. Danach blieb die Partie intensiv, wenngleich auf beiden Seiten zunächst keine weiteren Torchancen zu verzeichnen waren.

Nach acht Minuten dann kam der erste Rückschlag für die Bayern, Robben musste angeschlagen vom Feld, für ihn kam Thiago. Die Hausherren versuchten dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken und ihr Pass- und Positionsspiel aufzuziehen. Real war bemüht, dies zu unterbinden. Die Spanier gingen bissig in die Zweikämpfe und provozierten so immer wieder Ballverluste der Münchner.

Als Mitte der ersten Halbzeit Real besser aufkam und die Bayern mehr und mehr in die Defensive zwang, schlugen diese eiskalt zu. Kimmich nutzte ein Zuspiel von James zur 1:0-Führung (28.). Doch nur sechs Minuten später folgte der nächste Rückschlag, Boateng musste ebenfalls verletzt ausgewechselt werden. Süle ersetzte den Weltmeister in der Innenverteidigung.

In der Folgezeit entwickelte sich ein rassiges Spiel mit einem deutlichen Chancenplus für die Münchner, doch weder Ribéry (34.), Hummels (41.) noch Müller (42.) konnten die Führung ausbauen. Das rächte sich kurz darauf, als Marcelo (44.) aus 16 Metern zum 1:1 traf. Kurz vor der Halbzeitpause hatte Lewandowski die neuerliche Führung auf dem Kopf, doch der Torjäger traf aus kurzer Distanz nur Torhüter Navas. Mit dem 1:1 ging es in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit begann etwas verhaltener als die erste, die Intensität blieb aber weiterhin hoch und sollte noch zunehmen, nachdem der kurz zuvor eingewechselte Asensio (57.) einen Konter zur 2:1-Führung für Real abschloss. Die Bayern reagierten nun mit einem furiosen Sturmlauf und Torchancen fast im Minutentakt. Doch wie schon in Durchgang eins zeigten sich Ribéry (59./63./69.), Müller und Lewandowski (67.) nicht treffsicher.

In der Schlussphase versuchten die Bayern trotz schwindender Kräfte doch noch den Ausgleich zu erzielen, bis auf eine Chance von Lewandowski (88.) sprang aber nichts Zählbares mehr heraus. Am Ende blieb es bei der 1:2-Niederlage der Münchner, die nun die gleiche Ausgangsposition haben wie im Viertelfinale der letzten Saison.

FC Bayern – Real Madrid 1:2 (1:1)

  • FC Bayern Ulreich – Kimmich, Boateng (34. Süle), Hummels, Rafinha – Martínez (75. Tolisso) – Robben (8. Thiago), Müller, James, Ribéry – Lewandowski
  • Ersatz Starke, Bernat, Rudy, Wagner
  • Real Madrid Navas – Carvajal (67. Benzema), Varane, Ramos, Marcelo – Casemiro (83. Kovacic) – Modric, Kroos – Vazquez, Ronaldo, Isco (46. Asensio)
  • Ersatz Casilla – Vallejo, Hernandez, Bale
  • Schiedsrichter Björn Kuipers (Niederlande)
  • Zuschauer 70.000 (ausverkauft)
  • Tore 1:0 Kimmich (28.), 1:1 Marcelo (44.), 1:2 Asensio (57.)
  • Gelbe Karten Ribéry, Thaigo / Casemiro

Quelle fcb.de

Müller, Lewandowski und Rudy treffen in Hannover

Souveräner Auswärtssieg! Die Bayern bezwingen Hannover 96 in der ausverkauften HDI-Arena mit 2:0 (0:0) und holen sich somit weiteres Selbstvertrauen für das anstehende Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid (Mittwoch, 20:45 Uhr). Beim dominanten und abgeklärten Auftritt der Münchner erzielten die beiden eingewechselten Thomas Müller (57. Minute) und Robert Lewandowski (73.) sowie Sevbastian Rudy (89.) die Siegtore.

https://twitter.com/FCBayern/status/987713434270818305

Aufstellung

Jupp Heynckes nahm einmal mehr sieben Veränderungen im Vergleich zum Kantersieg in Leverkusen vor, die größte Überraschung dabei war der der Einsatz von Lars Lukas Mai. Der 18-jährige Kapitän der U19 war erstmals im Profi-Kader dabei und feierte sofort sein Startelf-Debüt. Der Innenverteidiger kam 2014 aus Dresden und gewann 2017 die Deutsche-B-Jugend-Meisterschaft mit dem FCB. In Hannover durfte Mai als Innenverteidiger auflaufen, Niklas Süle rückte dafür ins zentrale Mittelfeld.

Spielverlauf

Trotz der zahlreichen Umstellungen hatten die Bayern die Partie von Beginn an unter Kontrolle. Die Defensive um Mai und Jérôme Boateng stand gut und ließ kaum etwas zu. In der Offensive fehlte den Bayern aber die letzte Durchschlagskraft – oder das Abschluss-Glück. Denn die Münchner hatten gute Chancen, scheiterten jedoch mehrmals am gut aufgelegten Philipp Tschauner im Tor der Hannoveraner (16., 17., 30. und 42.).

Zur zweiten Halbzeit kam Müller für Arjen Robben in die Partie und das Tor fiel. Per Direktabnahme versenkte der Kapitän eine Hereingabe von Juan Bernat zur verdienten 1:0-Führung (57.). Mit dem Vorsprung im Rücken spielte der Rekordmeister souverän weiter nach vorne, ohne jedoch an die Grenzen zu gehen. Dennoch blieb die Heynckes-Elf offensiv gefährlich und erhöhte durch den kurz zuvor eingewechselten Lewandowski auf 2:0 (73.). Den Schlusspunkt besorgte Rudy mit seinem ersten Saisontor (89.)

Hannover 96 – FC Bayern 0:3 (0:0)

  • Hannover 96 Tschauner – Sorg, Sane, Hübers – Bakalorz (69. Fossum), Albornoz – Schwegler (81.Maier), Elez – Bebou, Harnik (64. Sarenren Bazee) – Füllkrug
  • Ersatz Esser, Korb, Ostrzolek, Karaman
  • FC Bayern Ulreich – Rafinha, Mai, Boateng, Bernat – Süle – Robben (46. Müller), Rudy, James (72. Martínez), Thiago – Wagner (67. Lewandowski)
  • Ersatz Starke, Hummels, Ribéry, Kimmich
  • Schiedsrichter Martin Petersen (Stuttgart)
  • Zuschauer 49.000 (ausverkauft)
  • Tore 0:1 Müller (57.), 0:2 Lewandowski (73.), 0:3 Rudy (89.)
  • Gelbe Karten Sorg / –

Quelle fcb.de

Bayern steht im Pokalfinale

Finale! Der FC Bayern hat das Ticket nach Berlin mit einem Torfestival gebucht und steht zum 22. Mal im Endspiel des DFB-Pokals. Beim Tabellendritten der Bundesliga Bayer 04 Leverkusen feierte der Rekordpokalsieger einen 6:2 (2:1)-Erfolg und trifft nun im Endspiel am 19. Mai auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen dem FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt.

Die 30.210 Zuschauer in der ausverkauften BayArena sahen ein rassiges und offensiv geführtes Pokal-Halbfinale mit zahlreichen Strafraumszenen auf beiden Seiten. Javi Martínez (3.) und Robert Lewandowski (9.) brachten die Bayern früh in Führung, Lars Bender gelang noch vor der Pause der Anschlusstreffer (16.). Nach dem Seitenwechsel machten Thomas Müller per Dreierpack (52., 64., 78.) und Thiago (61.) den Finaleinzug perfekt. Leon Bailey gelang mit einem sehenswerten Freistoß noch etwas Ergebniskosmetik (72.).

Aufstellung

Nachdem Jupp Heynckes einigen Leistungsträgern am Wochenende in der Bundesliga eine Pause gegönnt hatte, rotierte der 72-Jährige für die Mission Pokalfinale wieder zurück. Zum 5:1 gegen Mönchengladbach gab es fünf Veränderungen. Jérôme Boateng, Javi Martínez, Arjen Robben, Franck Ribéry und Robert Lewandowski rückten neu in die Anfangsformation, dafür nahmen Niclas Süle, Sebastian Rudy, Juan Bernat und Sandro Wagner zunächst auf der Bank Platz. Correntin Tolisso hatte die Reise nach Leverkusen aufgrund einer Schienbeinprellung nicht angetreten.

Auf Seiten der Hausherren hatte Trainer Heiko Herrlich nach dem 4:1-Erfolg über Eintracht Frankfurt am Samstag nur wenig Grund zu wechseln und stellte lediglich auf zwei Positionen um. Jonathan Tah rückte nach überstandenen muskulären Problemen für Benjamin Henrichs in die erste Elf, dazu ersetzte Karim Bellarabi Leon Bailey.

Spielverlauf

Das Aufeinandertreffen der offensivstarken Teams hielt von Beginn an, was es versprach. Die Bayern erwischten einen Traumstart und gingen in der 3. Minute mit der ersten Chance der Partie in Führung. Boateng überspielte die Leverkusener Hintermannschaft mit einem Chip-Ball und fand den völlig blank stehenden Thomas Müller. Dessen Kopfball konnte Bernd Leno im Kasten der Leverkusener noch mit dem Fuß parieren, doch den Nachschuss verwandelte Javi Martínez von der Strafraumgrenze. Leverkusen hätte fast im Gegenzug die passende Antwort gehabt, doch Sven Ulreich hielt die Führung gegen den Kopfball von Kevin Volland in der 5. Minute fest.

Besser machten es erneut die Bayern. In der 9. Minute ließ Ribéry Lars Bender auf dem Flügel stehen und bediente Lewandowski in der Strafraummitte, der die Flanke volley ins lange Eck zur 2:0-Führung veredelte. Trotz des Rückstands zeigte sich die Werkself aber nicht verunsichert und spielte mutig mit. In der 16. Minute nutzte Lars Bender, dass die Bayern-Defensive die Kugel nach einer Standardsituation nicht klären konnte und nickte zum Anschlusstreffer ein. Es entwickelte sich eine offene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Die Bayern machten das Spiel, doch die Hausherren konterten immer wieder gefährlich im eigenen Stadion über ihre schnellen Außenspieler. Dank eines stark aufgelegten Ulreich im Tor gingen die Bayern aber mit der Führung in die Pause.

Bayer-Coach Herrlich änderte sein System nach dem Seitenwechsel auf eine Dreierkette in der Abwehr, um noch mehr Druck über die Flügel entwickeln zu können. Die erste gute Möglichkeit der zweiten Hälfte hatten so auch die Hausherren, doch Ulreich war erneut glänzend gegen Bellarabi zur Stelle. Dann drehten jedoch die Bayern auf: In der 52. Minute schickte Thiago Müller in den Strafraum, der mit einem Tunnel gegen Leno die alte Führung wiederherstellte.

Bayern ließ nicht locker und erzwang knapp eine halbe Stunde vor Abpfiff die frühzeitige Entscheidung. Erst traf Thiago in der 61. Minute nach Ablage von Arjen Robben, nur rund drei Minuten hielt Müller den Fuß bei einem Torschuss des Niederländers hin und trug sich erneut in die Torschützenliste ein. Leverkusen setzte mit einem Freistoßtor von Leon Bailey in der 72. Minute nochmal ein Zeichen. Doch in der 78. Minute ließ erneut Müller seinen Gegenspieler Benjamin Henrichs mit einer Drehung aussteigen und machte mit dem Treffer zum 6:2 den verdienten Finaleinzug der Bayern perfekt.

Bayer 04 Leverkusen – FC Bayern 2:6 (1:2)

  • Bayer 04 Leverkusen Leno – L. Bender, S. Bender, Tah, Retsos (46. Bailey) – Baumgartlinger (62. Alario), Aránguiz – Bellarabi (67. Henrichs), Havertz, Brandt – Volland
  • Ersatz Özcan, Jedvaj, Kohr, Kießling
  • FC Bayern Ulreich – Kimmich, Boateng, Hummels, Alaba (46. Rafinha) – Müller (80. James), Martínez, Thiago (85. Süle) – Robben, Lewandowski, Ribéry
  • Ersatz Starke, Bernat, Rudy, Wagner
  • Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin)
  • Zuschauer 30.210 (ausverkauft)
  • Tore 0:1 Martínez (3.), 0:2 Lewandowski (9.), 1:2 L. Bender (16.), 1:3 Müller (52.), 1:4 Thiago (61.), 1:5 Müller (64)., 2:5 Bailey (72.), 2:6 Müller (78.)
  • Gelbe Karten Retsos / Boateng

5:1! FC Bayern lässt Gladbach keine Chance

Der FC Bayern gibt sich auch nach der vorzeitig errungenen Deutschen Meisterschaft keine Blöße. Eine Woche nach der Titelentscheidung in Augsburg gewann die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes ihr Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach nach verhaltenem Beginn am Ende klar mit 5:1 (2:1) und feierte eine gelungene Generalprobe für das Halbfinale im DFB-Pokal am kommenden Dienstag bei Bayer Leverkusen.

Im 100. Duell der beiden Klubs brachte Josip Drmic (9. Minute) die forsch startenden Gladbacher vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena nicht unverdient in Führung. Mit einem Doppelschlag drehte Sandro Wagner (37./41.) noch vor der Pause die Partie zugunsten der Hausherren. Nach dem Seitenwechsel machten Thiago (51.), David Alaba (67.) und Robert Lewandowski (82.) den 24. Saisonsieg der Bayern perfekt.

Aufstellung

Fast schon erwartungsgemäß veränderte Heynckes seine Startelf im vergleich zum torlosen Remis gegen Sevilla am vergangenen Mittwoch auf sieben Positionen. Einzig Sven Ulreich, Mats Hummels, Thomas Müller und Joshua Kimmich spielten erneut von Beginn an, zudem rückten Niklas Süle, Alaba, Sebastian Rudy, Corentin Tolisso, Thiago, Juan Bernat und Wagner in die Anfangsformation.

Spielverlauf

Die Gäste vom Niederrhein erwischten den besseren Start in die Partie. Gladbach attackierte die Bayern früh, ließ den Ball geschickt in den eigenen Reihen laufen und nutzte die erste Chance durch Drmic (9.) zur überraschenden Führung. Das Gegentor wirkte wie ein Weckruf für die Bayern, die nun aktiver wurden und durch Müller (16./25.) zwei aussichtsreiche Gelegenheiten zum Ausgleich ungenutzt ließen.

In der Folgezeit schnürten die Bayern die Gäste am eigenen Strafraum ein, Gladbacher Entlastungsangriffe wurden immer rarer und verpufften wirkungslos. In der 33. Minute verhinderte Torhüter Yann Sommer gegen Tolisso noch den Ausgleich, kurz darauf war aber auch der Gladbacher Schlussmann machtlos. Zunächst vollendete Wagner (37.) einen feinen Spielzug über Süle und Müller zum 1:1, vier Minuten später köpfelte erneut Wagner eine Müller-Flanke zur 2:1-Halbzeitführung ins Tor.

In der zweiten Halbzeit drehten die Bayern dann nochmal auf. Erst sorgte Thiago (51.) schnell für die Vorentscheidung, dann erhöhte Alaba (67.) mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze auf 4:1. Dazwischen verpassten James (53.) mit einem Pfostentreffer und Tolisso (58.) weitere Tore für die Münchner, die nun klar tonangebend waren. In der Schlussphase traf der eingewechselte Lewandowski (82.) mit seinem 27. Saisontor zu dem auch in dieser Höhe verdienten 5:1-Endstand.

FC Bayern – Borussia Mönchengladbach 5:1 (2:1)

  • FC Bayern Ulreich – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba (73. Rafinha) – Rudy – Müller (46. James), Tolisso, Thiago, Bernat – Wagner (70. Lewandowski)
  • Ersatz Starke, Martínez, Robben, Ribéry
  • Borussia Mönchengladbach Sommer – Elvedi, Ginter, Vestergaard, Wendt – Hoffmann (65. Cuisance), Zakaria (82. Strobl), Kramer, Hazard – Drmic (65. Grifo), Raffael
  • Ersatz Sippel, Jantschke, Benes, Mayer
  • Schiedsrichter Dr. Robert Kampka (Mainz)
  • Zuschauer 75.000 (ausverkauft)
  • Tore 0:1 Drmic (9.), 1:1 Wagner (37.), 2:1 Wagner (41.), 3:1 Thiago (51), 4:1 Alaba (67.), 5:1 Lewandowski (82.)
  • Gelbe Karten – / Kramer

Real Madrid! Wiedersehen mit den “Königlichen”

Der Gegner des FC Bayern im Halbfinale der Champions League heißt Real Madrid! Andriy Shevchenko, Botschafter für das Endspiel in Kiew (26. Mai), loste dem deutschen Rekordmeister Freitagmittag am UEFA-Sitz in Nyon die Königlichen als Kontrahent in der Runde der letzten Vier zu. „Ein Top-Gegner, das ist klar“, lautete die erste Reaktion von Hasan Salihamidzic bei FC Bayern.tv, „letztes Jahr sind wir gegen sie ausgeschieden, jetzt wollen wir es besser machen. Wir wollen ins Finale.“ Karl-Heinz Rummenigge freut sich auf „zwei spannende Spiele. Gegen den Champions-League-Sieger der vergangenen zwei Jahre ist die Rolle des Favoriten klar.“

Der FC Bayern wird das Hinspiel, das bereits in knapp zwei Wochen am 25. April auf dem Programm steht, in der heimischen Allianz Arena austragen. Eintrittskarten dafür sind nicht mehr erhältlich. Mit dem Ablauf der Bestellfrist am vergangenen Mittwoch lagen dem FC Bayern Anfragen für mehr als 250.000 (!) Tickets vor. Das Fassungsvermögen der Allianz Arena beträgt bei Europapokalspielen 70.000 Zuschauer (alle Infos zum Ticketing). Das Rückspiel findet eine Woche später (1. Mai) im Estadio Santiago Bernabéu statt.

Vor einem Jahr im Viertelfinale…

Bayern gegen Real Madrid ist das ewige Duell der Königsklasse: 18 Mal trafen die Klubs seit Einführung der Champions League aufeinander, nimmt man den Landesmeisterwettbewerb hinzu, sind es sogar 24 Begegnungen. Die Bilanz ist ausgeglichen (je 11 Siege, 2 Remis). Zum siebten Mal treffen beide nun im Halbfinale aufeinander, wo die Bayern bisher vier Mal das bessere Ende für sich hatten, zweimal die Königlichen.

In der Vorsaison war es Real Madrid als erstem Team gelungen, den Champions-League-Titel zu verteidigen. Auf dem Weg dahin setzten sich die Spanier im Viertelfinale gegen den FC Bayern knapp durch. Nach einem 2:1-Sieg Reals in der Allianz Arena fiel die Entscheidung im Rückspiel in Madrid erst in der Verlängerung zugunsten der Zidane-Elf (4:2 n.V.).

Dank Ronaldo ins Halbfinale

Äußerst knapp erreichte das Team von Trainer Zinedine Zidane auch diesmal das Halbfinale. Dabei schien nach dem Viertelfinal-Hinspiel bei Juventus Turin (3:0) schon alles klar. Doch im Rückspiel im heimischen Estadio Santiago Bernabeu gerieten die Königlichen mit 0:3 in Rückstand – und schafften es am Ende dank eine Elfmetertors von Cristiano Ronaldo in der Nachspielzeit in die nächste Runde. in der heimischen Primera Division belegt Real derzeit den vierten Platz.

Ausgelost wurde in Nyon außerdem die Paarung für das Endspiel. Sollte der FC Bayern das Endspiel erreichen, würde der deutsche Rekordmeister als „Heimteam“ nach Kiew reisen. Im zweiten Halbfinale treffen der FC Liverpool und der AS Rom aufeinander.