FC Bayern will Bau von Nachwuchszentrum 2015 starten

Die ersten Bagger pflügen über das platte Land, es wird vermessen und abgestochen – der FC Bayern hat sein Projekt „Ausdehnung“ nun auch deutlich sichtbar in Angriff angenommen. An der Ingolstädter Straße im Münchner Norden unweit der Allianz Arena sind die ersten Arbeiten für das neue Nachwuchsleistungszen­trum gestartet.

So wie einst Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller oder Holger Badstuber sollen 2017 hier die Eigengewächse der Zukunft an ihrer Karriere basteln.. Der letzte Profi aus dem aktuellen Kader, der es aus dem Nachwuchsbereich zum Stammspieler bei den Profis schaffte, ist David Alaba. Seitdem warten die Münchner auf den Durchbruch eines Youngsters. Gianluca Gaudino wurde in dieser Saison bereits eingesetzt, von einem Stammplatz im Profi-Kader ist er jedoch weit entfernt.

Präsident Karl Hopfner, der dem e.V. vorsteht, der als Bauherr fungiert, erklärte bei fcb.de: „”Es gibt die ersten großen Entwürfe und auch die nötigen Genehmigungen der Stadt München. Wir wollen noch im Herbst mit dem Bau beginnen.“ In gut zwei Jahren sollen dann auf dem 30 Hektar großen Gelände Fußballplätze entstehen, auch eine Dreifachsporthalle für die Bedürfnisse der Nicht-Fußballer ist geplant. Insgesamt ist die Grundfläche vier mal so groß wie die an der Säbener Straße, „wo wir aus allen Nähten platzen“, wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge schon vor einiger Zeit betonte.

An der Ingolstädter Straße sollen demnächst alle Jugendteams des FC Bayern die optimalen Bedingungen vorfinden. Man orientiere sich dabei auch an den Leistungszentren anderer Klubs in ganz Europa. Im Zuge der finanziellen Vorstöße der Engländer erklärte der 60-Jährige zuletzt: „Wir waren 2014 bei Manchester City, da ist ein Nachwuchszentrum für mehr als 200 Millionen Euro hingestellt worden. Daran sieht man, dass nicht mehr nur in Beine, sondern auch nachhaltig in Steine, also Ausbildung, investiert wird.“

Die Optimierung der Ausbildung ist beim Rekordmeister seit Längerem ein wichtiger Punkt auf dem Weg zu dauerhaftem Erfolg. Federführend engagiert sich deswegen nicht zuletzt auch Ex-Präsident Uli Hoeneß seit seiner Haft­erleichterung im Bereich Jugendarbeit. Karl Hopfner sagt mit Blick auf das neue NLZ: „Wenn wir optimale Rahmenbedingungen für die Ausbildung unseres Nachwuchses schaffen, ist die Chance mit Sicherheit höher, dass eigene Nachwuchsspieler in die Profimannschaft aufrücken.“

Wie die frei werdenden Flächen an der Säbener Straße künftig genutzt werden, steht dagegen noch nicht fest. Man wolle sich, so Hopfner, erst nach Abschluss aller Planungen darüber Gedanken machen.

Quelle tz.de